Startseite | Schaufenster | Mein FontShop | Warenkorb | Hilfe


Warenkorb (0) Warenkorb maximieren

waitAnimation
Merkliste Merkliste maximieren
waitAnimation

neue Merkliste

Warenkorb schließen
Warenkorb öffnen
Warenkorb
Merkliste

Frutiger® Pro Value Pack

9 Schnitte als Paket

Schriftenhaus:  Linotype
Entwerfer:  Adrian Frutiger

Paket oder Einzelschnitte kaufen


€ 292,00

Frutiger® Pro 75 Black
Frutiger® Pro 75 Black

Frutiger® Pro 76 Black Italic
Frutiger® Pro 76 Black Italic

Frutiger® Pro 65 Bold
Frutiger® Pro 65 Bold

Frutiger® Pro 66 Bold Italic
Frutiger® Pro 66 Bold Italic

Frutiger® Pro 56 Italic
Frutiger® Pro 56 Italic

Frutiger® Pro 45 Light
Frutiger® Pro 45 Light

Frutiger® Pro 46 Light Italic
Frutiger® Pro 46 Light Italic

Frutiger® Pro 55 Roman
Frutiger® Pro 55 Roman

Frutiger® Pro 95 Ultra Black
Frutiger® Pro 95 Ultra Black



0
Ihre Auswahl:

Frutiger® Pro Value Pack

Plattform und Format


Lieferart


Lizenz

Anzahl Computer

--





FrutigerWeitere Informationen
Frutiger ist ein Designklassiker. Man sieht ihr das Alter nicht an. Offiziell wurde sie 1969 geboren. Wer sich erinnert, welche Designsymptome die Hippie-Zeit prägten - Glockensaum, florale Muster, schrille Farben -, wird bestätigen: zum Glück sieht man Frutiger ihre Herkunft nicht an. Andere Schriften dieser Zeit, wie ITC Avant Garde, Aachen, Revue oder Serpentine, sind klar von einer Seventies-Optik geprägt. Das schränkt Neutralität und damit Einsatzvielfalt ein.

Möglicherweise liegt die Ursache für Frutigers Zeitlosigkeit auch darin, dass der Grundstein für die Schriftfamilie bereits 1959 gelegt wurde. Bei der französischen Gießerei Sofratype entwickelte Adrian Frutiger zusammen mit Andre Gürtler für die Zeilengussmaschine eine Sansserif namens Concorde, nicht zu verwechseln mit der Times-Alternative gleichen Namens, die Günter Gerhard Lange für die H. Berthold AG schuf. Als Linotype Mitte der 60er Jahren die Pariser Sofratype übernahm, wurde Concorde eingestellt, die Urheberrechte gingen an die Entwerfer zurück.

Mitte der 60er Jahre begannen auch die Planungen für den Pariser Großflughafen Roissy Charles de Gaulle. Der junge Architekt Paul Andreu rief ein Expertenkommission aus Farbpsychologen, Philosophen, Musikern und Designern zusammen, um in Roissy wegweisende Neuerungen einzuführen. Die Entwicklung des Leitsystems wurde dem Büro Adrian Frutigers übertragen. »Alle dachten, ich würde zur Univers greifen. Doch mir wurde schnell klar, dass sie zu rund und geschlossen für die schnelle Wahrnehmung von Wegweisern war. Ich nahm mir die Zeichnungen für die Concorde vor und machte ein paar Skizzen.«
So erinnerte sich Frutiger an die Geburtsstunde seiner berühmtesten Schrift.
Die bessere Lesbarkeit gegenüber Univers überzeugt sofort alle. Und Paul Andreu ist begeistert von der Idee einer eigenen »Flughafenschrift«.



Nachdem die Schrift rund 30 Jahre ihren Dienst auf dem Airport Charles De Gaulle getan hatte, unterzog ihr Schöpfer sie im Jahre 1998 bei einem Besuch in Paris einer kritischen Betrachtung: »Ich glaube, dass die Roissy-Schrift ein wenig zu leicht und zu eng spationiert eingesetzt wird: zu viel Enge um die Buchstaben.«

Auch mit der PostScript-Version war Frutiger nie richtig glücklich. Ihr Ausbau ist durch Brüche gekennzeichnet und die Strichstärke der Regular war ihm stets zu kräftig. Wesentliche Gründe hierfür waren zum einen die nicht vollends harmonischen Strichstärken der Schriftschnitte untereinander, besonders der normale Schnitt entsprach mehr einem kräftigen. Zum anderen verhielten sich auch die Buchstabenweiten der Schnitte untereinander, bedingt durch das alte 18 Einheitensystem für den Photosatz, nicht vollends harmonisch, so kann die halbfette als etwas zu schmal bezeichnet werden.

Anlaß für die letzte Überarbeitung der Frutiger gab die Entwicklung des Signalisationssystem des neuen Münchener Kulturforums, welches schon mit der neuen Frutiger gesetzt wurde.
Zwei Jahren nimmt er sich Zeit für Frutiger Next. Alle Zeichen werden neu digitalisiert, wobei die Grundformen nahezu unverändert bleiben. Lediglich das ß und das et-Zeichens entstehen neu, s und t erfahren ein dezentes Facelifting. Die Strichstärkenabstimmung ergibt nun 6 statt 5 Stufen, und eine echte Kursive rundet Frutiger Next ab.



Einer der größten Schriftentwerfer unserer Zeit: Adrian Frutiger, Interlaken, Schweiz, 2004