Fontblog Spaß

Versal-Eszett-Schnee von gestern [Update]

vorher_nachher_doof

Liebe Leute,

wir haben noch eine wichtige Nachricht aus dem letzten Jahr nachzutragen. Informierte Kreise sind vielleicht über diesen Eintrag auf typografie.info gestolpert: Font-Wiki – FF Quixo von Frank Grießhammer. In einem Community-Kommentar vom 9. Dezember 2013 hieß es dort: »Das große Eszett ist enthalten, wurde aber absichtlich sabotiert. Das zeugt von wenig Respekt des Typedesigners gegenüber den Nutzern der Schrift.«*

Was war passiert? Oppositionelle hatten das Versal-Eszett in der Schrift Quixo geschändet. Auf den Sockel des Buchstabens waren die Lettern D O O F gesprüht, was angeblich »Deutsche Oben-Ohne-Front« heißen soll.

Der Herausgeber von FF Quixo hat sofort reagiert und das Graffiti entfernt. Bereits seit dem 23. Dezember 2013 liegen die bereinigten Fontdateien auf dem Server von fontshop.com. Die bisherigen 283 Käufer

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Agentur Amateur baut sich eine Homepage

In der von arte Creativ TV portraitierten Agentur Amateur werden die kreativen Aufgaben von Amateuren übernommen. Das von Maximilian Williams gegründete Werbebüro will für »frischen Wind in der Branche« sorgen. In der aktuellen Folge steigt das Quintett ins Internet ein … und wäre fast gescheitert, beim Versuch den ersten Tweet zu senden und ein Facebook-Profil zu erstellen. Ganz zu schweigen vom Bauen einer Homepage:

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Arte-Creative-Serie: Amateure machen Werbung

AgenturAmateurDaumen

»Die Kreativebranche ist wie der Wilde Westen, da wird mit Ideen um sich geschossen …« verkündet Agenturchef Maximilian Williams zu Beginn der zweiten Folge von »Agentur Amateur«, eine Doku von Arte Creativ. Es soll ein Corporate Design entwickelt werden. In der Agentur Amateur werden alle kreativen Aufgaben von Amateuren übernommen, die für frischen Wind in der Werbebranche sorgen möchten. Die vier Neulinge jonglieren dabei mit Video, Foto, Logo, Web, Musik und Auftraggebern. Arte Creative dokumentierte die Anfangszeit der Agentur.

In der ersten Folge stellen sich die Amateure kurz vor. Der Geschäftsführer erklärt das Konzept der Agentur. Gemeinsam entwickeln sie die Firmenphilosophie «Team, Kreativ, Freiheit, Erfolg«.

In Folge 2 (»Corporate Design«) brainstormen die Amateure nach einem Slogan. Danach entwerfen sie ein Logo, zuerst auf Papier

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bukowskigutentag 12/13: Prognose-Vorhersage

Heute möchte ich mich für den Wirtschaftsnobelpreis nominieren. Oder mich zumindest ins Spiel bringen, falls man sich nicht selbst nominieren darf. (Bestimmt ließe sich das in wenigen Minuten im Internet recherchieren. Da bin ich absolut zuversichtlich.) Aber zum Grund für mein Vorhaben: Es handelt sich um eine Forschungsarbeit im Bereich Prognose-Wissenschaft.

Ausgangspunkt meiner Forschung ist folgender Sachverhalt: Mit jeder Wirtschaftskrise findet sich ein Wirtschaftswissenschafter, der die Krise prognostiziert hatte. Dieser Wirtschaftswissenschaftler erhält dann vorhersagbar den Wirtschaftsnobelpreis für seine Vorhersage. So weit, so bekannt. Aber jetzt komme ich mit einer, wie Sie gleich merken werden, bahnbrechenden Arbeit ins Spiel.

Tatsächlich prognostizieren täglich tausende Wirtschaftswissenschafter auf der ganzen Welt wirtschaftliche Entwicklungen. Es werden dadurch alle überhaupt möglichen Entwicklungen in Verknüpfung mit allen möglichen Zeitpunkten vorhergesagt.

Aufgrund dieser statistischen Sachlage ist es ausgeschlossen, dass ein Ereignis eintreten kann, das

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Die Ente vom Bindestrich

Als hätten die deutschen Autofahrer nicht schon genug zu leiden, unter Staus, überhöhten Benzinpreisen und europäischen Autobahngebühren … Pünktlich zur Urlaubszeit werden sie auch noch mit Lügengeschichten verängstigt. Bereits im letzten Sommer setzte die Handwerkskammer Reutlingen ein solches Gerücht in die Welt, indem sie berichtete, dass deutsche Kraftfahrer mit Euro-Kennzeichen in Italien mit Bußgeldern belegt würden, wenn in der Zulassungsbescheinigung der automatisiert eingedruckte Bindestrich noch vorhanden sei, obwohl er auf den neuen Kennzeichen fehlt. Man empfahl die kostenpflichtige Änderung der Zulassungspapiere. BILD griff diese Empfehlung auf, uns schon wurde aus der Ente ein Sommerloch-Aufreger.

In der Saison 2013 nun werden die Abzocker in Luxemburg vermutet, so zitiert jedenfalls SPIEGEL Online den Leiter der Zulassungsstelle des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Erhard Hirschberg. Um die Autofahrer zu beruhigen, habe er

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bukowskigutentag 9/13: Das IARN-Syndrom

Am 16. Juni 2013 platzte die Bombe. Eine überregionale Zeitung brachte einen Beitrag mit diesem Aufmacher: »Im Juli soll in London das Kind von Prinz William und Herzogin Kate zur Welt kommen. Das öffentliche Interesse am royalen Nachwuchs ist groß, …«

Zwar beherrschten zu dieser Zeit die Proteste in der Türkei und Brasilien oder auch die Prism-Enthüllungen die Schlagzeilen, aber das Publikum ließ sich davon zum Glück kaum in seiner Aufmerksamkeit für dieses hochbrisante Thema ablenken. Weitere eigene Recherchen brachten das ganze Ausmaß einer bisher kaum diagnostizierten Pandemie zum Vorschein. Hier eine erschütternde Fallbeschreibung und leider kein Einzelschicksal: Norbert H., 52, selbstständiger Tischlermeister berichtet:

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Design-Trugbild: Teekessel mit Bart

Am Sonntag wurde das Foto zum ersten Mal über Reddit ins Netz gestellt, mit der amüsanten Erkenntnis: »Dieser Kessel sieht wie Hitler aus!« Als der britische Schauspieler und Autor Stephen Fry kurz darauf das Bild zitierte und an seine 5,8 Millionen Follower twitterte, gab es keinen Halt mehr. Seitdem reden alle über den Kessel, der wie eine Karikatur des deutschen Diktators aussieht.


Angeboten wird das Küchengerät von der US-amerikanischen Einzelhandelskette J. C. Penney, die den Kessel auch online vertreibt. Er ist Teil einer gerade lancierten Exclusive Michael Graves Design Collection, die aus rund 300 Produkten besteht.

Der Architekt

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bukowskigutentag 7/13: Autokorrektur

Neulich war ich einmal wieder im Einsatz bei der Agentur, für die ich ab und an als attraktive, junge Pressereferentin arbeite. Diesmal lag eine niveauvolle Aufgabe an. Für einen Kunden – und zwar einen der weltweit großen Player im Schnullifatz-Segment – sollten wir neue, bisher unentdeckte Werbeformen und Kanäle finden.

»Schnullifatz? Wie schreibt man das eigentlich?«, fragte einer aus unserer eigens gebildeten SoKo »neue Werbeformate«. Eine berechtigte Frage. Ich tippte den Begriff, also wie ich meinte, dass man ihn schreiben könnte, in mein Smartphone, dessen Autokorrektur das Wort »Schnullifatz« aber in »Syphilis« verwandeln wollte.

Klar, kennt man ja. Die diversen Autokorrektursysteme in Computern und Smartphones werden nach Regeln programmiert, die kein Mensch je wird nachvollziehen können und die in erster Linie zur Belustigung oder wahlweise zum Ärger der Nutzer dienen; ganz sicher aber niemals als wirkliche Hilfestellung,

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Gruß zum Valentinstag

Unsere Kollegen bei FontShop San Francisco feiern wieder Valentype: Eine grafische Liebeserklärung an ein Schrift reicht aus, um diese noch heute zu gewinnen … über 50 (!) Foundries machen mit. Die Aktion läuft seit 14 Tagen und nur noch heute, die bisher entstandene Galerie ist ein Augenschmaus.

Natürlich haben wir auch in Berlin den Valentinstag auf dem Radar, plus 11 weitere Fest- und Gedenktage für dieses Jahr. Zum Beispiel Muttertag, der Weltkatzentag, Ostern, der Tag der Geschwister und weitere. Passende gedruckte Grüße dazu liefert unser Grußkartenset Fontgrüße 2013, das wir gerne kostenlos zusenden.

Die oben gezeigte Karte als PDF laden und selbst drucken: einfach auf das Bild klicken.

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