Fontblog Persönliches

Ansichtskarte von Martina Flor

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Die argentinische Schriftkünstlerin Martina Flor hat einen Online-Grußkarten-Service ins Leben gerufen: Letter Collections. Um diese bekannt zu machen, schickt sie jeden Tag einer Freundin oder einem Freund, die/der gut vernetzt ist, eine gedruckte Ansichtskarte. Diesen Vorgang dokumentiert sie auf Instagram und Twitter. Die Motive wählt Martine Flor sorgfältig aus, passend zur Person.

Heute habe ich ihre Karte erhalten. »Something Wonderful is about to Happen«. Besser hätte ich es nicht sagen können … genau das empfinde ich im Moment. Vielen Dank, Martina, für den lieben Gruß.

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Interaktive FF-Mark-Schriftporträt-Website

Seit 23 Jahren arbeite ich im Font-Business. Davor habe ich 5 Jahre lang als PAGE-Chefredakteur die Premieren wegweisender Schriftfamilien verfolgt, zum Beispiel von Avenir, Rotis und ITC Officina.

In alle diesen Jahren (und vielleicht auch in den Jahrzehnten davor), feierte meines Wissens noch keine Schriftfamilie eine ähnlich ausgetüftelte Premiere wie die neue FF Mark von FontFont.

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Hannes von Döhren und Erik Spiekermann bei der finalen Kontrolle der FF-Mark-Probedrucke

Klar, es gab damals große Empfänge, Pressekonferenzen in Paris, ganze Bücher oder Zeitungen zu einer neuen Schrift wurden gedruckt und teils kostenlos verteilt. Doch welchem Zweck dienten sie? Bis Anfang der 1990er Jahre wurden neue Schriften häufig dazu entwickelt, um die Investitionen in teure Satzmaschinen zu legitimieren, den Wettbewerb aufzumischen, Konkurrenten zu kopieren und manchmal auch, um eine neue ästhetische Qualität zu definieren. …

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Freitag: Der 1. Type Talk in Berlin

Liebe Berliner Freundinnen und Freunde der Typografie,

ich wünsche mir, dass diese Veranstaltung am kommenden Freitag »ausverkauft« sein wird! Der Type Talk ist eine neue, monatliche Vortragsreihe über grafische Gestaltung. Kostenlos! Hier kann man sich anmelden … (alle Events am Fuß der Seite).

Wir leben in einer typografischen Metropole. Das wissen vor allem jene Kolleginnen und Kollegen, die beruflich mit Schrift zu tun haben. Dies sollten aber noch mehr Designer und Grafiker wissen, weil immer noch zu viele Drucksachen und Websites schwer lesbar und schlecht strukturiert sind. Der Apple Store Kurfürstendamm gibt uns nun die Möglichkeit, einmal im Monat im Theatersaal junge Talente in die Welt der Schrift zu entführen.

Also: erzählt euren Freunden, dass wir ab sofort verständlich über visuelle Kommunikation sprechen. …

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Städtemarketing aus der Sicht eines Dorfes

Juchhe, endlich mal wieder im Kino, »Hai-Alarm am Müggelsee«. Ich hatte mich Null informiert vorher, wusste nur, dass Henry Hübchen die Hauptrolle spielt und Leander Haußmann & Sven Regener sowohl für das Drehbuch, als auch die Regie verantwortlich sind. Was kann da schief gehen? Antwort: Alles!

Der Film ist selten dämlich und gleichzeitig genial komisch. Aber: Man darf keine Erwartungen haben, so wie in meinem Fall. Sogar die Erwartung eines Kinofilms sollte man am besten zu Hause lassen. Denkt einfach, ihr geht zu einem Laienspiel. Tatsächlich ist dies der dramaturgische Container, in den Haußmann/Regener die 103 Minuten gepackt haben. Zwar sind alle Mitwirkende teils preisgekrönte Profis, aber für Hai-Alarm schlüpften sie erst in die Laienrolle und dann in die Filmrolle. Oder war’s umgekehrt? Egal, die Verweigerung jeglichen Schauspiels …

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Ein Dankeschön fürs Archivieren nach Braunschweig

An der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig lehrt die Professorin Ulrike Stoltz seit 1999 Typografie; von 1991 bis 1998 war sie in der gleichen Funktion an der FH Mainz aktiv. Ihr Wissen auf diesem Gebiet schöpft sie seit Jahrzehnten nicht nur aus der Fachliteratur der Uni-Bibliotheken, sondern auch aus aktuellen Werbedrucksachen. Zum Beispiel den Mailings von FontShop.

Wie es sich für eine Hochschule gehört, landen Broschüren und Fachzeitschriften weder in Stehsammlern, noch in irgendwelchen Kisten. Nein, sie werden gebunden. Ulrike Stoltz ließ unsere Mailing-Serien von der Buchbinderin Veronika Wehrstedt dauerhaft in vier dicke gelbe  Bücher verwandeln.

Wir sind beeindruckt von der Sammelleidenschaft an der HBK …

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Kevinismus – oder der Charme von Single-Covers

Kevin Keegan: Head Over Heals In Love b/w Move On Down, Vinyl, 17″, ℗ EMI Electrola Germany 1979, Schrift: Futura Condensed Extra Black

Wer mir eine Single schickt ist selber schuld. Sie lag im Päckchen von Hipstery*, das gestern auf meinem Schreibtisch landete. Und eigentlich wollte ich etwas über die Kuriositäten dieses hippen Geschenkeladens schreiben. Doch die Single hat mich abgelenkt.

Vinyl-Singles sind magic … und werden es für mich immer sein. Ihre Größe (zwischen Postkarte und DIN-A4), ihre Beschränkung (nur 2 Songs), das Material, ihre Haptik. Grafisch sind alte Single-Cover vielsagender als LP-Cover. Singles mussten schnell verkaufen, LP-Cover durften tiefgründig aussehen, weil sie monatelang im Plattenladen durchgeblättert wurden. Darum wurden Longplayer von Künstlern gestaltet, Single-Cover entstanden anonym am Fließband: Promofoto, eine scharfe …

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TV-Sender sortieren, aber wie?

Es gibt Menschen, denen die Reihenfolge der TV-Stationen auf ihrer Fernbedienung komplett egal ist: Sie speichern die Programme so ab, wie sie vom Receiver gefunden werden. Ich gehöre zu der anderen Gruppe, die versucht, dem Sender-Chaos irgendwie eine Ordnung zu geben. Dieses Verhalten könnte angeboren sein, oder eine Sucht … die praktische Komponente am Sortieren ist Bequemlichkeit: Ich will einfach die mir wichtigen Programm auf den 10 Nummerntasten der Fernbedienung ansteuern können. Der unwichtige Kram, den ich nie ansehe, soll ganz hinten hin.

Nach welchen Kriterien sortiere ich nun? Es ist eine Mischung aus Popularität, Neugier und inhaltlichen Kriterien. Einige Sender stehen aus mnemotechnischen Gründen da, wo sie hingehören, zum Beispiel ProSieben. Aber nicht: Das Vierte.

Die nachfolgende persönliche Sortierung bezieht sich auf die in Berlin über TVB-T empfangbaren Sender.

Platz …

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Yello kann’s doch noch …

… gut kommunizieren, meine ich. Vor zwei Tagen zweifelte ich an der gelben Markenkultur (Kulturwende bei Yello Strom?), gesten dann die leicht verständliche Lösung, per Mail, gesendet von Sonja Wester (vom Yello Bloghaus), die meinen Beitrag bereits kommentiert hatte. Nachfolgend die Erläuterungen im Wortlaut … das sollte genauso öffentlich sein wie mein Lamento. Und noch was Gutes: Habe eben meinen Privatvertrag auf Ökostrom von Yello umgestellt (siehe Abbildung unten; FontShop läuft schon seit 2005 auf regenerativer Energie).

»Erst mal zu unseren neuen AGB.
Viel hat sich dabei eigentlich nicht geändert. Neben ein paar Formulierungen und Formatierungen (z.B. statt € 2,50 schreiben wir jetzt 2,50 €) ohne inhaltliche Auswirkungen haben wir vor allem diese Punkte angepasst:

Punkt 7: Preisänderungen.
Ändert sich Ihr Preis, erhalten Sie mindestens 6 Wochen vorher …

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Kulturwende bei Yello Strom?

Nicht von ungefähr habe ich die Kommunikation von Yello Strom, auch hier im Fontblog, schon mehrfach gelobt. Es fing alles mit der wunderbar übersichtlichen Rechnung an, die ich im März 2006 erstmals erhielt (sie erscheint noch heute in derselben Aufmachung): Rechnungsdesign – ein Riesenlob für Yello. Im März 2007 wies ich auf das Yello-Marken-Buch von Bernd Kreutz hin, das dieser noch mal als PDF und kostenlos zum Download anbot. Zuletzt würdigte ich im November 2009 den einst von FontShop modifizierten Corporate Font von Yello, die  FF DIN – Grund zur FFreude im Büro … Im Privatkreis schwärme ich eimal im Jahr vom bequemen Ablesen und Übermitteln des Stromzählerstands auf www.mein-yello.de, mit sofortiger Berechnung meines Jahresverbrauchs und der papierlosen Übermittlung des neuen Abschlags.

Heute kam Post von …

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