Buchtipp: »Signaletik«, von Beate Kling

Allzu häufig werden Orientierungssysteme mit Beschilderung gleichgesetzt. Und meist wird erst darüber nachgedacht, wenn die Hauptplanung der Gebäude bereits erledigt ist. Für Informationsdesigner bleibt dann nur noch die Möglichkeit, sich ohne großen Spielraum mit den architektonischen Vorgaben auseinanderzusetzen.

Sinnvoller wäre ein interdisziplinärer ­Planungsablauf. Was muss der Architekt dabei beachten, was der Grafiker? Wie kann bereits zu einem frühen Zeitpunkt die Hierarchie der Verkehrsströme und somit die Systematik des Leitens durch das Gebäude berücksichtigt werden? Was bedeutet dies für den Entwurf?

Ein neues Buch aus dem Institut für internationale Architektur-Dokumentation in München führt mit einem umfassenden Grundlagenteil sowie erläuternden Praxisbeispielen in die komplexe Konzeption von Leitsystemen ein. Das 170-seitige Handbuch dient als Leitfaden, von der Definition der Anforderungen über die Ablaufplanung bis hin zur gelungenen Umsetzung durch konkrete Entscheidungskriterien zu Materialwahl, Farbigkeit, Licht und Typografie. Anhand gelungener Realisierungen aus den letzten Jahren – auch ganz aktueller, wie zum Beispiel der Flughafen BER – zeigen die Autoren die Band­breite unterschiedlichster Umsetzungsmöglichkeiten – von der kleinen Bauaufgabe bis hin zu komplexen Strukturen.

Aus dem Inhalt:

  • Typologische und raumkonzeptionelle Einflüsse auf Orientierungssysteme
  • „Building Identity“ eines Ortes durch das Leitsystem
  • Einsatzmöglichkeiten verschiedener Orientierungssysteme – analog und digital
  • Planung von Orientierungssystemen und Orientierungshilfen
  • Handlungsleitfaden, Entscheidungskriterien, Ablaufplan
  • Überblick über relevante Normen – von grafischen Anforderungen bis hin zur Barrierefreiheit

Im Buch blättern … (erfordert Flash-Player). Bezugsquelle: Detail Onlineshop …


Ein Kommentar

  1. irmgard

    habe das buch vor kurzem gelesen und kann es eigentlich nur weiterempfehlen.

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