#26: Walbaum Grotesk Pro Familie, nur 174 €*

Sie gilt als der bedeutendste, spezifisch deutsche Beitrag zum Schriftklassizismus, die um 1800 geschnittene Walbaum-Antiqua. Sie läuft etwas schmaler als Bodoni, besitzt weniger Kontrast und hat einen stärkeren Grund- und Haarstrich. Günter Gerhard Lange verhalf der Schrift bei Berthold Ende der 1970er Jahre zu einem dauerhaften zweiten Frühling. Berühmte Walbaum-Benutzer: Wired und die Berliner Zeitung.

Ihr ursprünglicher Schöpfer Justus Erich Walbaum hatte wahrscheinlich nie vor, eine Sans-Serif im Stile seiner Erfolgsschrift zu entwerfen. Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, für seine Antiqua ein serifenloses Äquivalent zu finden, das die gleiche strenge »deutsche« Anmutung in sich birgt. Für den tschechischen Schriftentwerfer František Štorm war genau diese Lücke der Anstoß, seine Walbaum Grotesk zu entwickeln. Zumal er 2010 mit der Walbaum 120 XL Pro Serie bereits seine eigene, zeitgemäße Interpretation der Urschrift vorgelegt hatte.

Angelehnt an das Antiqua-Vorbild weist Walbaum Grotesk eine große Mittellänge auf und ist bei den Zeichenformen leicht verschmälert. Beides sorgte für eine angenehme Lesbarkeit und einen starken Soloauftritt. Die Sans bietet mehr Strichstärken (6) als die Serif (4), was den ihr angestammten Einsatzbereichen entgegen kommt. Darüber hinaus hat der Designer nicht mit OpenType-Funktionen gespart, seien es die diversen Ziffernformen, Bullets, Dingbat, Kapitälchen, Stylistic-Sets und die wunderbaren Ligaturen … auch der Sprachausbau einschließlich der kyrillischen und der griechischen Zeichen lässt keine Wünsche offen. Mehr über die Ausstattung der Schriftfamilie in einem ausführlichen, 24-seitigen Walbaum-Grotesk-Schriftmuster-PDF.

Im Rahmen seines Noventskalenders bietet FontShop die Walbaum Grotesk Pro Familie statt für 249,– € für nur 174,– € an (zzgl. MwSt). Einfach vor dem Download auf www.fontshop.de den Promocode Walbaum_Nov_75 eingeben …


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