Neuerscheinung: »Städte und ihre Zeichen«

staedteMit dem soeben erschienen »Städte und ihre Zeichen« liegt erstmals eine komplette Übersicht zu den Bildzeichen aller deutschen Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern vor. Insgesamt enthält das Buch aus dem Verlag avedition 583 Stadtsymbole. Hierfür baten die Autoren Matthias Beyrow und Constanze Vogt jede einzelne Gemeinde um Auskunft und Material. Rund 90 Prozent der angefragten 671 Städte verwenden neben ihrem Wappen ein eigens entwickeltes Signet für die Werbekommunikation. Dieses ist meist eingebunden in ein komplexeres Erscheinungsbild. Gleichwohl spielt das isolierte Zeichen, als Kernelement, die Hauptrolle beim Auftritt einer Stadt. Und an ihnen entzünden sich vor allem die öffentlichen Diskussionen, die wir auch hier im Fontblog gerne geführt haben. Eine kleine Auswahl:

Das Buch ist praktisch strukturiert. Im ersten, dem gelben Teil, führen die Autoren kurz und teils provokativ in das moderne Städtemarketing ein. Große, populäre Fotos von Schimanski (Duisburg) und den Gladbecker Geiselgangstern verdeutlichen, gegen welche publizistische Wucht sich ein Stadtmarketing behaupten muss. In Teil zwei werden knapp 400 Stadtzeichen thematisch kategorisiert und hinsichtlich ihrer Ansprache-Strategie diskutiert. In Teil drei sind alle Stadtzeichen alphabetisch katalogisiert. Der Index schließlich listet die Entstehungszeit und die Urheber der einzelnen Signets.

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Über die Autoren

Matthias Beyrow lehrt seit 1998 Corporate Identity am Fachbereich Design der Fachhochschule Potsdam. Er ist Gründer des Buerobeyrow/Vogt in Berlin, berät zum Thema Marken und Erscheinungsbilder, und ist Herausgeber des Standardswerks »Corporate Identity & Corporate Design – Das Kompendium«.

Constanze Vogt studierte Kommunikationsdesign an der FH Potsdam, sowie Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der FU Berlin. Sie ist Lehrbeauftragte für Typografie und Fachtheorie Kommunikationsdesign an der FH Potsdam.

Probexemplar zu gewinnen. Ich möchte mein Rezensionsexemplar (Wert: 49 €) gerne an eine interessierte Leserin oder einen Leser weitergeben. Hinterlasst hierzu unter diesem Beitrag einfach in einen Kommentar einen Text oder eine Abbildung mit eurem liebsten deutschen Städtelogo. Einsendeschluss ist der kommende Sonntag, 26. 10. 2014, 18:00 Uhr. Es entscheidet das Los.


Schreibschrift lebt!

Im Fontblog ist sie Stammgast: Die Schreibschrift. Totgesagt in der Schule. Digital wiederbelebt. Diskutiert, erklärt. Erst im Sommer griff FontShops Typetalk im Berliner Apple Store das Motto auf. Andreas Frohloff, gelernter Schildermaler, Kalligraf – heute typografischer Direktor der FontFont-Schriftbibliothek, zeigte, wie die Schreibschrift mittels zunehmend ausgefeilter digitaler Kalligrafie auf Computer und Pad Einzug hält.

Schriftenhäuser veröffentlichen Schreibschriften – auch Scriptfonts genannt – mit sehr unterschiedlichen Konzepten zur technischen Umsetzung unter Bewahrung des Script-Charakters. Hier eine Zusammenstellung:

FontShop Schreibschriften 3FF Pepe, Feel Script, Kinescope (von oben nach unten): Das Genre Schreibschrift enthält Vertreter, wie sie kaum unterschiedlicher ausfallen könnten

FF Pepe entwarf der spanische Designer Pepe Gimeno 2002. Was kaum jemand weiß – Andy Warhol lieferte die Vorlage für Pepe: Das Langspielplatten-Cover einer Lesung von Tennessee Williams aus dem Jahr 1952 zierte die unregelmäßige Schreibschrift der Pop-Art-Ikone. Allerdings ist sich die Fachwelt nicht einig, ob Andy die Kringelbuchstaben selbst zu Papier brachte oder seine Mutter Julia Warhola schreiben ließ, die in der frühen Phase seines Künstlerdaseins öfters für ihn zur Feder griff (mehr zu Warhols Frühphase bei Wikipedia).

Kinescope ist die Neuinterpretation einer US-Pinselschrift aus den 40er Jahren, die Mark Simonson (Bookmania, Proxima Nova) im Comic ‘Fleischer Brothers’ Superman’ gefunden hat. Die OpenType-Technik sorgt automatisch dafür, das sich immer die zueinander passenden Buchstaben anschließen; hierfür hat der Entwerfer 6 stilistische Varianten angelegt (Formatsätze). Mehr Informationen und Anwendungsbeispiele im liebevoll gestalteten Kinescope-User-Guide-PDF (5 Seiten, 2 MB).

Feel Script greift amerikanische Schreibschriften zwischen 1935 und 1955 auf. Mit Stift, Feder, Stahlstich und Reprokamera entstanden neue Script Fonts mit dem Beginn des Fotosatzes und durch die Entwicklung des Fernsehens. Im aufrechten und gut gelaunten Feel Script Font, der hervorragend für Auszeichnungen, Verpackungen oder Poster eingesetzt werden kann, stecken 1200 Zeichen raffinierteste OpenType-Technologie. Mehr über Ale Paus Recherchen bei der Entwicklung der Feel Script im Feels-Good-Post.

Font-Pakete

• FF Pepe Multiformat | 1 Font | ab 39 Euro
• Kinescope OT und Web | 2 Fonts | ab 25 Euro
• Feel Script OT und Web | 1 Font | je 72,50 Euro

Mehr Schreibschriften - FontShop

Hipster Script, P22 Zaner (rechts), MeMimas & MeMimas Dots, Baka (von oben nach unten): Gekratzt, beschwingt oder sogar gepunktet – Schreibschriften sind Blickfänger mit Persönlichkeit

Hipster Scripts Entstehung beschreibt Alejandro Paul so: „Hipster Script schließt meine zahlreichen Versuche, die Kluft zwischen manueller und digitaler Schrift ein Stück weiter. Ich griff diesmal zum Pinsel, brachte den Schriftzug auf Papier und legte mein Augenmerk darauf, die Zeichen ebenso fließend in den Computer zu bekommen.“ 1851 Hipster-Glyphen später, belohnte der Type Directors Club Pauls Bemühungen mit der Wahl unter die besten Schriften 2012.

P22 Zaner ist eine Federschrift, die auf der Handschrift des einflussreichen amerikanischen Schreiblehrer, Charles P. Zaner basiert, der 1888 das Zanerian Art Center gründete. Mit den beiden OpenType-Fonts (entwickelt von Paul D. Hunt) lassen sich ausgeklügelte kalligrafische Schriftzüge konstruieren, wahlweise mit mehr oder weniger Zierschwüngen, floralen Elementen und weiterem Zierrat (enthalten in einem zweiten Font). Ideal für Urkunden, Etiketten, Packaging und festliche Drucksachen. Mehr über die Geschichte von Zaner und Anwendungsbeispiele im Zaner-PDF.

Baka bedeutet auf japanisch Dummkopf. Was als Schreibexperiment auf Papier begann, gefiel Neil Summerour so gut, dass er Baka digital in eine perfekte Form brachte. Mehr als 1000 Zeichen wurden von ihm auf Baumwollpapier entworfen und in die beiden Zeichensätze Baka und Baka Too überführt. Er zeichnete die Lettern übrigen nicht mit einem Pinsel, sondern mit einen Füllfederhalter, dessen Spitze er abgeschrägte.

MeMimas Dots von Joan BarjauJosé Manuel Urós ist der Star der MeMimas-Familie. Sorgfältig platzierte Punkte machen die Skript zu einem absoluten Hingucker und ermöglichen ein weites Spektrum von Effekten — allein oder in Kombination mit weiteren Schnitten aus der umfangreichen MeMimas-Familie. Wie bei Type-Ø-Tones Standard, verfügen alle Mitglieder der MeMimas-Familie einen üppigen Zeichenvorrat: einen Schriftschnitt mit Alternatebuchstaben und einen mit Ligaturen und Endbuchstaben.

Font-Pakete

• Hipster Script OT Pro und Web | Font | je 58 Euro
• P22 Zaner Pro Set OT und Web | 12 Fonts | ab 333,50 Euro, Font ab 24,95 Euro
• MeMimas Familie OT und Web | 12 Fonts | 392 Euro, Font ab 42 Euro
• Baka OT | Font | 16  Euro

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Foto: Shutterstock (modifiziert), Schriftmuster: FontShop Plugin, Preise zzgl. MwSt., Preisänderungen vorbehalten.


Trola Text-Font für Zeitungen und Magazine

Trola und Trola Text TsIn internationalen Magazinen begegnet man ihr immer häufiger: der Trola Font Familie des katalanischen Schriftenentwerfers Jordi Embodas. Fünf Headline-Fonts und passende Kursive sorgen für Überschriften mit Charakter, die auch großen Texten auf engem Raum viele Zeichen gestatten.

Trola erhällt nun Text-Verstärkung. Embodas nahm an den Buchstabenformen und der Spationierung umfangreiche Anpassungen vor, die die Familie für den Fließtext optimieren.

Trola-Title-Barcelovers

Für Headlines auf Umschlag und Innenseiten wählte das Stadtmagazin von Barcelone die Trola-Familie, Quelle: tipografies, lamosca.

Die Entwerfer beschränkten sich beim Umbau zur Textschrift nicht auf klassischen Brottext, sondern betrachteten Lesbarkeitskriterien ebenso für Textblöcke, Medien in Bewegung und Bildschirmeigenschaften.

Gemeinsam mit Noe Blanco feilte Embodas unermüdlich an Glyphenformen und Buchstabenabständen. Besonderes Augenmark galt dabei, nie den besonderen Trola-Charme und die Gutmütigkeit des Originals aus den Augen zu verlieren.

Trola-und-Text

Wo Trola als Headline Familie Raum spart, bekommt Trola Text größere Buchstaben-Zwischeräume um die Lesbarkeit im Fließtext auch in kleinen Punktgrößen zu verbessern

Als klar und knackig mit erhöhtem Kontrast fasst Jordi Embodas die Veränderungen, die er an den Glyphenformen vornahm, zusammen. Die Proportionen in Trola Text erweiterte er, besonders bei den Versalien. Die Serifen erhielten einfacherere Formen, die ihre Robustheit im Fließtext erhöht. Durch großzügiges Spacing und erweiterte Buchstabenöffnungen tritt der Weißraum in den Vordergrund.

Jede einzelne der über 700 Glyphen von Trola Text erhielt engere Kurven zur Erhöhung der Spannung, dazu ausgestelltere Diagonalen und – eine Prise Wärme. Um die Lesegeschwindigkeit zu unterstützen, neigen sich die Minuskeln einen Hauch nach rechts.

Trola-und-Trola-Text-Layout

Verbinden sich harmonisch im editorial Layout: Trola und Trola Text 

Weitere Features, die Trola Text für die Verwendung in Zeitungen, Zeitschriften, Geschäftsberichten und allen anspruchsvollen Drucksachen auszeichnet: Mediävalziffern (OSF) für Texte und Tabellen, Versalziffern (Lining) für Texte und Tabellen, Super- und Sub- Scripts und Oridinalzeichen. Vorhanden sind auch alle Akzentzeichen für den osteuropäischen Sprachraum (außer kyrillisch und griechisch). 

Das 34-seitige Trola-Text-PDF-Dokument (739 kB) zeigt Schriftmuster und Leseproben aller acht Schriftschnitte von Light bis Heavy.

 

Über Jordi Embodas

Als Grafiker und Schriftentwerfer lebt, lehrt und arbeitet Jordi Embodas in Barcelona. Mit seinen typografischen Arbeiten erlangte er in den letzten Jahren über Spanien hinaus Anerkennung. Mehr über Jordies Schriften und seine typografischen Leidenschaften  Fünf Fragen für Jordi Embodas, Tipografies …

 

 Trola und Trola Text bei FontShop

Als der Woche erhält die Trola Text Familie für kurze Zeit einen Einführungsrabatt von 30%. Wer die Trola Headline Familie anschaffen möchte, kommt auch in den Genuss des Rabatts.


Shinns Neology fordert Leselehre heraus

Uniforme Lettern = Lesbarkeit. Nichts Geringeres als diese Grundformel zum Verhältnis von Buchstabenform zur Dekodierungsgeschwindigkeit stellt Nick Shinn mit der 15-schnittigen Neology-Familie in Frage.

Dabei ist der Name Programm. Shinn argumentiert, dass wissenschaftliche Forschung zur Natur des Lesens bisher ausschließlich auf Standard-Schriftarten aufbaue.

Shinn-Neologie-Headline

Statt verzerrter Ergebnisse fordert er neutrale Experimente zur Lesbarkeit, die auch Schriften mit Buchstaben-Varianten einbeziehen. Shinns These: Die kontollierte Variation von Buchstaben hat keinen Einfluss auf die Lesbarkeit – im Gegenteil. Aktivitäten, wie das Lesen, die Zeit in Anspruch nehmen, brauchen Unterstützung durch Abwechslung in der Formensprache.

Vielfalt schafft Aufmerksamkeit und hält wach. Gleichform ermüdet.

Neologys OpenType-Voreinstellung mixt die unterschiedlichen und doch fein aufeinander abgestimmten Fonts Neology Deco und Neology Grotesque so miteinander, dass es innerhalb von fünf Zeichen nicht zu Wiederholungen kommt.

Neology-Fonts

Neology besteht aus zwei Grotesk-Familien mit je fünf Schriftschnitten von Light bis Extrabold. Beide Fonts harmonieren in Dickte, Kontrast und vertikaler Proportion. Neology selbst entsteht durch die Mischung von Schriftzeichen des Deco- und des Grostesk- Fonts.

Neology Deco greift die Formensprache der geometrischen Sans Klassiker auf, allen voran Paul Renners Futura. Besonders deutlich zeigt sich dies an den geraden Auf- und Abstrichen von ‘K’, ‘R’ und ‘y’  und an den runden Punkten von ‘i’ und ‘j’.

Auf Renners Futura folgte 20 Jahre später Miedingers Helvetica deren Formensprache Neology Deco aufgreift: Hier rundet Shinn die Auf- und Abstriche von ‘K’, ‘R’ und ‘y’. Die Punkte von ‘i’ und ‘j’ sind eckig.   

Neology-Effekt

So funktioniert der Neology-Effekt:

  1. Die OpenType-Voreinstellung wählt für jedes zweite Zeichen den Alternate-Buchstaben aus der Alternativ-Familie.
  2. Wird ein zusätzliches Zeichen (hier der Punkt) eingesetzt, so springt die die Buchstabenfolge um.
  3. Die reine Deco- Variante wird angewählt, indem die Funktion ‘Contextual Alternates’ im OpenType-Menü ausgeschaltet wird
  4. Reiner Grotesk-Text erscheint durch auswählen des ‘Stylistic Set 1’ im OpenType Menü.

Über die Hälfte der Neology-Deco und -Grotesk- Zeichen teilen sich die Familien. Shinn entwarf Varianten für charakteristische Buchstaben. Nie verlor er die Anmutung aus derKombination beider Familien aus den Augen.

Kontrolliert zufällige Konzepte für alternierende Glyphen prägen die Font-Veröffentlichungen des Kanadiers seit der Einführung der OpenType-Technik.

Duffy Script (2008) und FF Fontesque Pro (2010) folgten bereits Shinns Ziel, Texten mit wechselnden Zeichen Leben einzuhauchen. Voran gingen Sippen, die mit vielformigen Familien gestalterische Spannung erzeugten: Eunoia (2002), Panoptica (2003) und Handsome (2005). Neology schließlich führt die Elemente ‘Zufall’ und ‘Variation’ zusammen. Für Nick Shinn ist sie  die bisher vollkommenste Lösung. Die Entwicklungsgeschichte der Familie beschreibt das 31-seitige Neology-PDF-Dokument (englisch, 845 kB).

 

Über Nick Shinn

Shinntype wurde 1998 in Toronto gegründet, um die Schrifteentwürfe von Nick Shinn zu veröffentlichen. Die Shinntype-Bibliothek enthält Print- und Webfonts für alle erdenklichen Einsätze: Verpackungen, Anzeigen, Bücher, Zeitschriften und Zeitungen. Shinns Fertigkeiten als Künstler, Autor, Art Director und Grafik-Designer befeuern seine eklektischen Schriftenentwürfe, die den Bogen von der Wiederbelebung der experimentellen Typografie bis zur Erforschung neuer Technologien spannen.

 

Neology bei FontShop

Unser der Woche kommt mit herausforderndem Einführungsrabatt: Alle Neology Fonts gibt es für für kurze Zeit zum halben Preis.

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Preise zzgl. MwSt., Änderungen vorbehalten.


Ausstellung und Buch: Berlins wilde Jahre

berlin_wonderland_frontAls 1989 die Mauer fällt, entdecken Künstler, Punks, Hausbesetzer und Spinner das Niemandsland zwischen West- und Ostberlin. Es entstehen Clubs, Bars, Galerien, Aufstände, Ausstellungen … das Tacheles und der Schokoladen. All dies wurde zum Magnet für junge Leute aus aller Welt. Zwischen bröckelnden Altbaufassaden entwickelten sich ungezügelte Kreativität und ein neues Lebensgefühl. So fern diese wilden Jahre wirken, so sehr spürt man doch, wie sie Berlin zu dem gemacht haben, was es heute ist.

In mehr als 200 Fotografien lässt Berlin Wonderland diese einmalige Zeit wieder aufleben. Mit einem Blick auf die heutige Mitte Berlins scheint es schier unglaublich, dass die Bilder vor gerade einmal 20 Jahren aufgenommen wurden, so radikal hat sich die Stadt gewandelt. Wo einst Ruinen standen und sich Schuttberge türmten, flanieren nun Scharen von Touristen durch die Straßen. 25 Jahre Mauerfall ist ein willkommener Anlass, das Berliner Wunderland wieder ins Gedächtnis zu rufen. In Interviews und Zitaten kommen Protagonisten jener Zeit zu Wort und lassen die Subkultur der Berliner Mitte wieder lebendig werden.

Über die Autoren: Chris Keller lebt seit 1990 als Musiker und Fotograf in Berlin. Er ist Gründungsmitglied der Elektronauten und hat in diversen Projekten wie Tacheles, Eimer, Synlabor und Schokoladen mitgewirkt. Anke Fesel lebt ebenfalls seit 1990 in Berlin. Sie begann ihre Arbeit als Gestalterin bei der Stadtteilzeitung scheinschlag und betreibt heute das Grafikbüro capa. Gemeinsam gründeten die beiden 2007 die Fotoagentur bobsairport und vertreten mehr als 80 Fotografen, von denen die meisten aus Berlin kommen.

Zum Erscheinen des Buchs eröffnet der Herausgeber gestalten eine Ausstellung (Design: Andreas Trogisch): am 16. Oktober 2014, von 18:00 – 21:00 Uhr im Gestalten Space, Sophie-Gips-Höfe, Sophienstraße 21, Berlin


Gruselfonts im Herbst

Shutterstock-Mousse-Script2Das ist nicht gruselig? Stimmt. Mousse Script basiert auf  einer gut gelaunten Werbeschrift aus den 1930er Jahren. Fonts mit höherem Gänsehaut-Faktor, die Karten, Postern oder Flyern düster-herbstlichen Charme verleihen und typografisches Rüstzeug für Halloween, Ork-Conventions oder Gothic-Gaming, enthält die Grusel-Fontliste auf Next-FontShop.com.

Wer es weniger düster mag und Leser nicht bereits mit der Headline verschrecken möchte, dem sei die Liste der Scary Type Comic-Fonts von FontFeed-Autor Yves Peters empfohlen.

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Layout: Next.FontShop.com Tryout, Bild: mit freundlicher Genehmigung von Shutterstock

 

 


Grota Unicase bekommt einen Text-Partner

Mit der Grota Unicase Headline schufen Eli & Daniel Hernández Sánchez von Latinotype eine Display-Familie, die mit kurvenreichen Ligaturen, schwindelerregender Groß-Kleinschreibung und lauten Interpunktionszeichen im letzten Sommer für Aufmerksamkeit sorgte.

Grota bei FontShop

Die tosende Display-Familie erhält jetzt einen ruhigen Gegenpol: Die aus vierzig Fonts bestehende Grota Sans, eine Text-Familie mit zehn Strichstärken von Thin bis Black und passenden Kursiven. Als Grotesk-Schrift gesellt Grota Sans sich zu den lauten Überschriften und sorgt im Mengensatz für ruhigen Fluss.

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Für jeden Schriftschnitt enthält die Grota Sans eine Alternate-Version, die den Zeichenvorrat von 368 Zeichen auf 746 Zeichen erhöht, so dass für anspruchsvolle Drucksachen aus dem Vollen geschöpft werden kann. Über osteuropäische Akzentzeichen verfügen sowohl der Grund- als auch der Alternate- Font.

Der Alternate Font besteht aus einem vollständigen Zeichensatz mit feinen Unterschieden. So weisen zum Beispiel e‘ und besonders ‚m‘ und ‚n‘ in der Alternate Form nach oben gekurvte Ausläufer auf.  Augenfällig ist, dass das kleine ‚a‘ sich in der Grundform zur Kursiven schließt, während es sich in der in der Alternate-Form zur Kursiven öffnet. 

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Als Sans-Allrounder mit einem Schuss Latino-Feuer eignet sich Grota Sans neben Texten aller Art auch zur Gestaltung von Logos und für Branding-Aufgaben.

Nur noch heute: Unser der Woche kommt mit einem fulminanten Einführungsrabatt: Die komplette Grota Sans Familie kostet für kurze Zeit statt 183 Euro nur 27,45 Euro.


Applaus an der FH Potsdam

Im neuen Gebäude des Fachbereichs Design am Campus der Fachhochschule Potsdam (FHP) hagelt es am 17. und 18. Oktober Beifall. Hervorragende Absolventinnen und Absolventen stellen ihre Abschlussarbeiten vor. Zum ersten Mal wählte eine Jury die Exponate unter den Arbeiten der fast 200 Absolventen aus.

Ein weiterer Höhepunkt von Applaus ist das Symposium Netzwerkeln – Verstrickt in die Net-Work-Life-Balance, das moderne Arbeitsweisen und die allgegenwärtige Vernetzung thematisiert.

Applaus_Poster

Eine enge Verzahnung der Studien­gänge Interface-, Kommunikations- und Produktdesign sowie Europäische Medienwissen­schaft, einem Kooperationsprojekt mit der Universität Potsdam zeichnet den Studiengang aus. Bandbreite reflektieren auch die ausgewählten Arbeiten die vom traditionellen Animationsfilm bis zu einem Handbuch für Alzheimer-Erkrankte und ihre Angehörigen reicht. Seit neun Jahren zeigt der Fachbereich Design der FH Potsdam die Arbeiten eines jeden Abschluss-Jahrgangs öffentlich.

Die Eröffnung der Ausstellung  beginnt am 17. Oktober um 18:00 Uhr, die Abschlussfeier am 18. Oktober um 19:00 Uhr.

Fachhochschule Potsdam
Campus Fachhochschule · Haus D
Kiepenheuerallee 5
14469 Potsdam

Der Eintritt zur Ausstellung und zum Symposium ist frei. Zum Programm und weiteren Informationen auf der Applaus Website …


Neue Imagekampagne Schauspielhaus Bochum

bochum

Während ihre Kommilitonen die vorlesungsfreie Zeit zum Reisen, Forschen oder Proben nutzten, haben 8 Folkwang-Gestalter unter der Leitung ihres Profs Ralf de Jong (Kommunikationsdesign/Typografie) in den vergangenen Wochen eine Imagekampagne für das Schauspielhaus Bochum entwickelt. Ab 3. Oktober werden die Ergebnisse im Stadtbild Bochums großflächig zu sehen sein.

»Die Idee entstand«”, so erläutert Ralf de Jong, »nachdem wir im vergangenen Semester eine erste Produktion des Schauspielhauses Bochum mit Folkwang Studierenden visuell begleitet hatten.« Dem Intendant des Schauspielhauses, Anselm Weber, gefiel die Kampagne so gut, dass er mit diesem Team auch die Spielzeiteröffnungskampagne anging.


Interface Design mit FF UI Icons

Pfeile, Lupen, Check-Haken, Hörer, Smileys oder Sterne – ihre Symbole sagen mehr als die Namen, die man ihnen zuordnet.  Für die Gestaltung von Benutzeroberflächen sind UI (= User Interface) Icons unverzichtbar.

UI-Icons_MobileFontFont hat eine Sammlung von speziell für Benutzeroberflächen entwickelten Symbolen, das FF-UI Icons Pack herausgebracht. Voran ging eine Erhebung über die Symbole, die am häufigsten für das Design von User Interfaces eingesetzt werden. Anschließend wurden die Designer der erfolgreichsten FontFont-Pi & Symbols Familien gebeten, Ihre Iconfonts zu vervollständigen.

Bringen Übersicht in eine Vielzahl von Optionen auf engem Raum: Die FF Netto UI Icons von Daniel Utz

Das entstandene Pack enthält die Fonts FF Dingbats 2.0, FF Mister K Dingbats, FF Netto Icons und FF Transit Pict. Jeder Font des FF UI Icon Packs umfasst den gleichen Satz von Symbolen, so dass Gestalter von Apps, Websites oder Interfaces einem visuellen Stil treu bleiben können. Auf unserer neuen Website setzen wir die FF Netto Icons ein, zum Beispiel auf den Knöpfen zum Öffnen der Seitenklappen.

Ein Extra der Sammlung sind 80 bisher unveröffentlichte FF Comic Jens Icons von Jens Kutilek, die beweisen, dass lässig und informativ sich nicht ausschließen.

Die FF UI Icons kommen im Truetype-Flavor Opentype-Format für Desktop-und App-Nutzung und im WOFF & EOT Format für den Einsatz im Internet. Das Set mit 6 Fonts kostet 169 Euro (zzgl. MwSt.).